"Es gibt kein Wort … Annäherungen an ein Gefühl" im Museum Morsbroich Leverkusen
Es gibt kein Wort… Annäherungen an ein Gefühl
14. April bis 25. August
Mit Arbeiten von Zoya Cherkassky-Nnadi (*1976 Kiew, lebt in Tel Aviv), Ira Eduardovna (*1980 Taschkent, Usbekistan, lebt in New York und Tel Aviv), Ahmet Doğu İpek (*1983 Adıyaman, Türkei, lebt in Istanbul), Jody Korbach (*1991 Bielefeld, lebt in Düsseldorf) und einem Projekt im öffentlichen Raum von Yevgenia Belorusets (*1980 Kiew, lebt in Kiew und Berlin). Die in Berlin und Kiew lebende Foto-Künstlerin Yevgenia Belorusets ist mit Plakaten und Billboards im Außenbereich des Museums und der Stadt vertreten, die den Krieg in der Ukraine thematisieren.
"Es gibt kein Wort … Annäherungen an ein Gefühl" stellt beispielhaft fünf internationale zeitgenössische Positionen vor, die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Thema Heimat auseinandersetzen. Die Ausstellung nähert sich den oft widerstreitenden Gefühlen von Zugehörigkeit und Abgrenzung, der Sehnsucht nach der alten und dem Zweifel an einer neuen Heimat auf vielschichtige Weise an.
Ein Wort kann die starken Gefühle kaum fassen: Ist es Liebe, Stolz, manchmal auch Ablehnung? Eine innige Verbundenheit mit Familie, Freunden, mit dem Herkunftsort oder dem Wohnort, mit Natur, Tradition, Kultur, mit Fußball und Schützenverein? Die Frage, was ›Heimat‹ ausmacht, wird jede und jeder für sich anders beantworten. Vor dem Horizont aktueller Krisen bekommt sie zusätzliche Brisanz. Was geschieht, wenn Heimat von Migration oder Entfremdung bedroht ist oder verloren geht? Was braucht und was heißt es eine neue Heimat zu finden, Orte zu Wahlheimaten zu machen? Mit ihren internationalen Perspektiven auf ein Gefühl, das nur unzureichend mit dem Begriff ›Heimat‹ zu benennen und heute alles andere als selbstverständlich ist, eröffnet die Ausstellung die Auseinandersetzung mit dem Hiergelände – einem von fünf Morsbroicher Themenclustern. das Hiergelände (der Begriff stammt von Peter Handke) gibt über das Jahr 2024 hinweg Anlass, in verschiedenen Formaten (Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, einem Parcours durch die Stadt) über Verwurzelung und Gemeingut, Hier-Sein, Angekommen-Sein und Fremd-Sein zu diskutieren, über Welten und Grenzen und die Relevanz eines Museums an Ort und Stelle.
Mehr zur Austellung ist unter diesem Link zu funden.